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Rückblick ROTHAUS MUDIATOR recycelt by KORN AllgäuMan in Füssen

von Mario Schließus

Beim 5. AllgäuMan im Element: Eis, Wind, Wasser, Sonne und viel Matsch

Beim 5. AllgäuMan im Element: Eis, Wind, Wasser, Sonne und viel Matsch

Mit einer Steigerung auf rund 750 Läuferinnen und Läufern hat Füssen am Samstag die fünfte Auflage des AllgäuMan erlebt. Die zweite Runde des Rothaus Mudiator recycelt by KORN ging im Hercules-Format an Lisa Helm aus Neustadt/Aisch und Arne Goltermann aus Hörden.  Die Organisatoren konnten hochzufrieden zusammen packen.


Ein Tag mit allen Elementen:  

Wind, Wasser, Sonne, Eis und Matsch, viel Matsch begleiteten den AllgäuMan am Forggensee. Der sogenannte Obstacle Course Racing-Wettbewerb (OCR) bot den Teilnehmern alles, was man sich für einen Mudiator wünschen kann.  Die Protagonisten waren ganz in ihren Elementen. Es war hart, es war kalt und man wurde nass – das gehört beim OCR ganz selbstverständlich dazu – aber immerhin auch sonnig.


Froh waren Teilnehmer und Organisatoren von der Skyder Sportpromotion dennoch, dass  es im Gegensatz zu den Tagen des Aufbaus der 9,41 Kilometer langen Strecke, am Samstag nicht mehr regnete.


22 Hindernisse, respektive Aufgaben stellten sich auf der Runde mit Start und Ziel am Forggensee in den Weg, teilweise von Gladiatoren noch beeinflusst. Gegenüber dem Vorjahr gab es einige neue Varianten. Der neue Presenting-Sponsor Korn ermöglichte zum Beispiel den Bau von Hindernissen mit Altreifen.  


Im leer gelaufenen Forggensee fand man beste Matschbedingungen und es ging auch wieder durch einen Ausläufer der Lech. Damit blieb kein Kleidungsstück wirklich trocken.

Zudem  die Streckenbauer von Skyder machten zudem aus einer Not eine Tugend. Ein Schnee-Abladeplatz nahm zwar Platz weg zum Stellen eines Verpflegungszeltes, doch wenn die zwei Hügel schon mal da waren, dann mussten die Eisberge von den Teilnehmern auch bestiegen werden.


„Wir versuchen einen Parcour zu bauen mit der richtigen Mischung zwischen machbar und anspruchsvoll“, erklärt Skyder-Geschäftsführer Stephan Salscheider. „Es geht nicht darum, das härteste oder brutalste OCR zu sein. Wir wollen die Leute fordern, aber es soll immer noch Spaß machen.“


Noch mehr als schon im Vorjahr zogen die Hindernisse in Füssens Innenstadt das Publikum an.  An der Quarter-Pipe herrschte beste Stimmung und unter den Teilnehmern auch. Das herrliche, schneebedeckte Alpenpanorama war eine prima Kulisse und im Ziel purzelten, adrenalin-geschwängerte Kommentare aus erschöpften Körpern, etliche davon in phantasievollen Kostümen eingekleidet.


„Cool“, „toll“, „mega“, „Spaß gemacht“ und so weiter. Viel mehr brachten die ausgelaugten, triefnassen und von oben bis unten dreckverschmierten Läuferinnen und Läufer in den ersten Minuten ohnehin gar nicht über die Lippen.


Das reichte auch, um klar zu machen: der AllgäuMan war auch bei seiner fünften Auflage ein Erfolg. Nicht nur wegen der deutlichen Steigerung der Meldungen, die bis auf knapp 750 hinaufschnellte und damit das Vorjahr um gut 100 übertraf.
Unter den Startern war zum Beispiel auch eine Familie aus Schweden, die zum Urlaub im Allgäu weilte und sich spontan zum Start entschloss, aber auch etliche Teilnehmer aus nördlichen deutschen Gefilden, aus Österreich und der Schweiz.
 

Das Sportliche: Goldene Lorbeerkränze für die Sieger
Arne Goltermann lieferte über die zwei Runden der Hercules-Distanz (18,82 Kilometer) die Bestzeit ab. Nicht überraschend, denn der Niedersachse hatte bei der OCR-Weltmeisterschaft im vergangenen Oktober in London in seiner Alterskategorie Platz 22 belegt und gehört damit zu den Besten seiner Zunft.
Stefan Settele (MIT OCR) aus Baisweil, im Vorjahr über die Legionärs-Distanz von einer Runde ebenfalls Zweiter, benötigte 35 Sekunden länger als Goltermann und war 1:20 Minuten schneller als der Dritte, Andreas Guggemoos (KFZ Huber Rückholz).
 


Lisa Helm hatte schon 2015 die Premiere des AllgäuMan gewonnen. Mit Ausdauer, Kraft und Geschick benötigte die 28-Jährige für die zwei Runden 1:55:45 Stunden und wäre damit im über 200-köpfigen Herren-Feld 16. geworden.
Die zweite Dame, Anna Ritzler (Go Hard), hatte 10:39 Minuten Rückstand, Dritte wurde Julia Strahl (Concrete&Heal), 17:12 Minuten zurück.


Auf der Legionärs-Distanz (9,41km) verbuchte Christian Schneekloth (Potenzial) in 44:27 Minuten die klare Bestzeit. Bei den Damen war das Olga Rangnau (Alpha Animal) in 59:31 Minuten.

In erster Linie geht es beim Rothaus Mudiator um den Spaß und das gemeinsame Erlebnis, nicht nur in der Teamwertung. Doch wo eine Zeit genommen wird, da gibt es auch Wettbewerb. So richteten die Veranstalter erstmals einen gemeinsamen Start der ambitionierten OCR-Läufer ein. Sie konnten sich damit direkt vergleichen und um einen goldenen Lorbeerkranz wetteifern. Auf beiden Distanzen.


Die meisten nehmen es nicht so ernst und starteten dann, wenn’s gepasst hat.
„Die Lorbeerkranz-Wertung ist gut angekommen, aber den Spaß-Charakter wird der Event deshalb nicht verlieren“, meinte Stephan Salscheider.  

Bilanz: Forggensee ist optimal
 
Er und seine Crew waren rundherum zufrieden. „Wir freuen uns über das positive Feedback, die Steigerung der Teilnehmerzahl und natürlich, dass alles reibungslos über die Bühne gegangen ist. Das Gelände am Forggensee mit der Anbindung an Füssen eignet sich für einen Rothaus Mudiator eben optimal“, bilanzierte Salscheider.
 

 

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